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Das drahtlose Jahrhundert

Dank praschl haben wir von diesem archivierten Beitrag des verehrten Anatol Johansens in Die Zeit von 1978 über die Möglichkeit eines Armband-Telefons erfahren:

Ein Mini-Telephon am Handgelenk, das wie eine Armbanduhr getragen wird, hätte viele Vorteile: Bei Raubüberfällen, Autounfällen, Herzattacken und anderen Gelegenheiten, bei denen es auf schnellste Hilfe ankommt, könnte sofort Verbindung mit der Polizei, mit Ärzten oder mit der eigenen Familie aufgenommen werden. Eine verlockende Idee, doch läuft hier nicht die Phantasie der Realität davon?

Nicht ganz. Schon gibt es Untersuchungen, die beweisen, daß ein solches Gerät durchaus realisierbar ist.

Zwar zitiert Johansen eine Studie, die kernkraftgetriebene Satelliten mit Mikrowellen-Linsen vorschlägt, dafür wird eine Art GPS gleich miterfunden:

Nicht nur, daß Angehörige aller möglichen mobilen Dienste - etwa Polizei, Post, Bahn, Schiff- und Luftfahrt, Speditionen - jederzeit und überall ihre eigene Position genau an eine Zentrale melden könnten. Dies ist ja, wenn auch in bescheidenerem Maße und lokal begrenzt, vereinzelt heute schon möglich. Neu wäre aber die Möglichkeit, auch Güterwagen, ja selbst Koffer oder Pakete mit einigen extrem billigen Mini-Sendern auszurüsten, so daß von einer Zentrale aus, computergesteuert, jederzeit ein genaue Kontrolle des in Umlauf befindlichen Materials möglich wäre.


Und weil es so schön ist, hier noch Robert Sloss, Das Drahtlose Jahrhundert (1900):

Die Bürger jener Zeit werden überall mit ihrem drahtlosen Empfänger herumgehen, der ir-gendwo, im Hut oder anderswo angebracht und auf Myriaden von Vibrationen eingestellt sein wird, mit denen er gerade Verbindung sucht. Einerlei, wo er auch sein wird, er wird bloß den Stimm-Zeiger auf die betreffende Nummer einzustellen brauchen, die er zu sprechen wünscht.

16.01.2005, 21:30

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